Beauftragte der Gemeinde
Behindertenbeauftragter

Hüttlingen tritt der Erklärung "Die Stadt und die Behinderten bei".

Anlässlich des Europäischen Kongresses "Die Stadt und die Behinderten" am 23. und  24. März 1995 in Barcelona, Spanien, haben sich Städte unter anderem darauf verständigt,

dass die Würde und der Wert einer Person ureigene Privilegien sind, die allen Menschen innewohnen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Rasse, ihrem Alter und ihrer Begabung;

Dass die Stadt als weit verbreitete Gesellschaftsform in allen Kulturkreisen auf unserem Planeten eine Verpflichtung hat, die nötigen Mittel und Ressourcen für Chancengleichheit, Wohlstand und Mitbestimmung aller ihrer Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen;

Dass die Grenzen zwischen Normalität und Behinderung so gut wie nicht begrifflich festgelegt sind, und deshalb die Unterschiede zwischen den Bürgerinnen und Bürgern als Teil der Vielfalt verstanden werden müssen, die die Gesellschaft ausmacht.

Dass die Menschen mit Behinderungen ein Anrecht auf technische und soziale Beihilfen haben, durch die die Folgen ihrer Behinderungen weitgehend eingedämmt werden können, und ein Anrecht darauf haben, dass die Politik und die Politiker sich für die Gleichbehandlung Behinderter einsetzen.

Als erste Gemeinde in der Region ist die Gemeinde Hüttlingen mit Beschluss des Gemeinderates vom 13.November 2004 der 1995 in Barcelona verfassten Erklärung „Die Stadt und die Behinderten“ beigetreten.

Zur Umsetzung der in der Erklärung „Die Stadt und die Behinderten“ erklärten Ziele hat der Gemeinderat Hüttlingen in der Sitzung des Gemeinderates vom 13. November 2003 ein Konzept „Barrierefreies Hüttlingen“ verabschiedet.

Die offizielle Unterzeichnung der Beitrittserklärung durch Bürgermeister Günter Ensle fand nun am 05.03.2004 in Anwesenheit des Vorsitzenden des örtlichen VdK Ronald Weinschenk und des Behindertenbeauftragten der Gemeinde Hüttlingen Eberhard Schäffner statt.

Die Unterzeichnung sei mehr als nur ein Zeichen des guten Willens. Ganz konkrete Maßnahmen, vor allem baulicher Art stecke in der beschlossenen Konzeption „Barrierefreies Hüttlingen“. Nach einer Aufnahme des Ist-Zustandes soll eine entsprechende Prioritätenliste aufgestellt werden. 

„Die Menschen werden immer älter, eine barrierefreie Gemeinde kommt so auch der heute noch jungen Generation zugute,“ erklärte der Bürgermeister. 

Als Behindertenbeauftragter hat sich Eberhard Schäffner verpflichtet eng mit den Behinderten- und Sozialverbänden zusammen zu arbeiten. Vor allem Information sei wichtig. Er verwies auf bereits geschaffene behindertengerechte Maßnahmen, wie Rollstuhlrampe an der Bücherei oder behindertengerechte WC´s im Rathaus, der Limeshalle und TSV-Halle. 

Der Vorsitzende des Ortsverbandes des VdK Ronald Weinschenk zeigte sich „froh und glücklich“, dass die Gemeinde in dieser wichtigen Angelegenheit „mitzieht“. In anderen Gemeinden, so Weinschenk, sei ein solches Engagement nicht selbstverständlich. Angesichts von 6,7 Millionen Behinderten allein in Deutschland (davon 650 000 Rollstuhlfahrer) mahnte er für ganz Europa eine neue Mobilitäts-Kultur an. Dahin sei man in Hüttlingen auf einem guten Weg. 

Jugendbeauftragte

Im Zusammenhang mit der Einrichtung eines provisorischen Jugendtreffs in der ehemaligen Gaststätte Waldhorn und auch im Hinblick auf die Betreuung der Jugendlichen in unserer Gemeinde durch den Gemeinderat hat der Gemeinderat beschlossen, Jugendbeauftragte des Gemeinderates zu bestellen.

Die Jugendbeauftragte haben die Aufgabe zwischen Jugendlichen und Gemeindeverwaltung zu vermitteln bei allen Angelegenheiten, die die Gemeinde (Gemeinderat, Bürgermeister, Verwaltung, Vereine........) betreffen.

Aber auch als Ansprechpartner für persönliche Anliegen und Probleme der Jugendlichen in unserer Gemeinde stehen sie zur Verfügung.
Außerdem sind die Jugendbeauftragten auch mit organisatorischen Regelungen beim provisorischen Jugendtreff befasst.