Das Rathaus war wohl gerüstet und mit vielen Verteidigern besetzt. So mussten die kampferprobten Mätzen doch mehrmals ansetzen bevor die Barrikaden des Rathauses fielen. Unter lautem Johlen wurde der Bürgermeister dem zahlreich wartenden Volk vorgeführt und an den Pranger gestellt.

Dort wartete schon Obermuffigel Viktor Rettenmaier als „Staatsanwalt“ der Stachelmätzen und hielt dem eingeschüchterten Rathauschef sein Sündenregister vor. Dass jeder Bürger jetzt mit einer Taschenlampe herumlaufen müsse, weil um 1 Uhr in Hüttlingen das Licht ausgehe. Um den Bau des Kreisels in der Ortsmitte zu retten solle Ensle „Grüner“ werden und im Kreisel den XXL-Kretschenmann aufstellen. Gerügt wurde das übertriebene Sparverhalten bei der Ehrung des Blumenschmuckwettbewerbs als die Gewinner nach eiligem Abgang des Bürgermeisters nur noch leere Flaschen im Rathaus fanden. Den Gedanken in Hüttlingen ein Parkhaus zu bauen könne auch nur Ensle haben. Wahrscheinlich träume er von einem Oberdeck, das allein für seinen Helikopter als Landeplatz diene. 
Der Bürgermeister verteidigte seine Weitsicht. Mit der verlängerten Nacht wolle man schon sehr bald dem Kindermangel begegnen. Aus dem Kreisel werde er einen Trimmpfad für die Bürger machen. Die Berg- und Talbahn sei mit den Spurrillen schon da. Sogar ein Tunell werde er vom Parkhaus zur Kirche bauen. Dort sollen die Narren die bösen Gerüchte um ihn bereuen. Die Nachfeier zum Blumenschmuckwettbewerb wolle er nächstens selber leiten. Er wisse ja wo die vollen Flaschen stehen…
Unter einem ohrenbetäubenden „Igel-Muff“ verlieh er Oberstachelmätzenqueen Gabi Röhrle den „Muffigel am goldblauen Bande“. Als Dank für 10 Jahre Frohsinn und Regentschaft der Stachelmätzen. Sie will die Leitung abgeben und künftig nur noch „Mätze“ sein.
Bis in den späten Abend hinein spielte die Stimmungskapelle „Lombapack“ und die Feuerwehr löschte jeglichen Durst.
