Ministerin Katrin Altpeter verleiht hohe Auszeichnung
Staufermedaille für Wilhelm Hammer

Im Sitzungssaal des Hüttlinger Rathauses wurde am Mittwochvormittag unserem Mitbürger und langjährigem Gemeinderat Wilhelm Hammer eine außergewöhnliche Ehrung zuteil. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat ihm auf Vorschlag der ehemaligen Landtagsabgeordnete Ulla Haussmann wegen seiner Verdienste für das Land Baden-Württemberg die Staufermedaille verliehen. Für den würdevollen Rahmen sorgte das Trompetentrio der Musikschule Aalen mit Robert Wahl.

Katrin Altpeter, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren ließ es sich nicht nehmen, die Staufermedaille persönlich zu übereichen. In seiner Begrüßung erinnerte der Bürgermeister zuvor an die Verdienste von Wilhelm Hammer, die ihm die Hüttlinger Gemeinde und der Hüttlinger Sport zu verdanken haben.

Katrin Altpeter (Ministerin), Klaus Maier (MdL) und Josef Mischko (SPD und DGB-Kreisvorsitzender) stellten in ihren teilweise sehr persönlichen Reden die Verdienste und menschlichen Vorzüge von Wilhelm Hammer heraus. Ein Mensch mit Ecken und Kanten sei er. Ja! Aber immer zur Unterstützung sozial Schwächerer. Immer darum bemüht, der Zivilgesellschaft ein menschlicheres Gesicht zu geben und Demokratie mit Leben zu erfüllen.
Wilhelm Hammer wurde als soziales Kapital im besten Sinne bezeichnet. Seinen scharfen Verstand und seine brillante, oft gefürchtete Redekunst habe er immer in den Dienst der Menschen gestellt.

Nach Ausbildung und Beruf als Bahnbeamter seien ihm die Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt bald zur Herzensangelegenheit geworden. Mit der Wahl von Willy Brandt zum Bundeskanzler im Jahre 1972 Mitglied in der SPD. Kurz darauf im Jahr 1974 sein Engagement und die Berufung zum hauptamtlichen Gewerkschaftssekretär. In Folge davon ehrenamtliche Mitarbeit in zahllosen Ausschüssen und Vertrauensmann der Schwerbehinderten. Den SPD-Ortsverein gründete er 1984. Bald darauf wurde er 1989 zum Gemeinderat gewählt. Dem Gemeinderat Hüttlingen gehörte er 15 Jahre lang an. Die Entwicklung des TSV Hüttlingen hat er in seiner Zeit als Vorstand von 1986 bis 1991 wesentlich beeinflusst. Die Fußballabteilung des TSV als Vorsitzender des Fördervereines „Rot und Schwarz“ von 1995 bis 2005 über lange 10 Jahre unterstützt.

Wilhelm Hammer bedankte sich für die ihm zuteil gewordene hohe Auszeichnung. Nur kurz streifte er in seiner Dankesrede die aktuelle Arbeitspolitik. Die Abschaffung von Leih- und Zeitarbeit sei das Ziel für das es zu kämpfen gelte. Bewegte Worte richtete Wilhelm Hammer an die erkrankte Ulla Haussmann. Er bedankte sich für alles was die ehemalige Landtagsabgeordnete für die SPD, für den Wahlkreis und damit für alle Menschen in unserer Region geleistet habe.