Peter Shub an der Alemannenschule
Workshop mit dem Meister
Am Donnerstagabend machte Peter Shub mit seinem Programm den Auftakt zum Kleinkunstfrühling Hüttlingen. Am Tag zuvor hatten Schüler und Schülerinnen der Alemannenschule die Möglichkeit, in einem Workshop viel vom mehrfach ausgezeichneten Künstler zu lernen. Von Slapstick, Rhythmus und der Erwartung, witzig zu sein.

Es gibt einfache Regeln nach denen sich die Komik definiert. Woraus bestehen diese Regeln und wie können wir sie beherrschen? Ein Kernsatz von Peter Shub:“ Nur wer sich kennt kann witzig sein!“  Und so lernten die Alemannenschüler etwas über das Bewusstsein der eigenen Bewegung. Sie übten Rhythmik und Timing und vor allem etwas über die Reduzierung von Mimik und Bewegung.

Schon nach kurzer Zeit hatte der Weltstar „Seine“ Kinder ins Herz geschlossen – und das beruhte absolut auf Gegenseitigkeit.



„Ich möchte, dass sie mehr an sich glauben und Freude haben an ihrem Tun. Dann strahlen sie diese Freude auch auf andere aus“, sagt Shub. Mehrere Übungen standen für die 17 Alemannenschüler an diesem Workshop-Tag auf dem Programm. Es wurde gestolpert und gegen die Wand gelaufen. An den Huttricks - „so wie Michael Jackson seinen Hut aufsetzte“ - fanden Alexandra Kourtakis, Melissa Pöpsel und Melanie Barth viel Gefallen.   Eine „angsteinflößende Aufgabe“ und nicht leichte Übung sei das „just be yourself – einfach sich selbst zu sein“. Tobias Rupp demonstrierte diese Lektion. Er setzt sich auf den Stuhl auf der Bühne und lässt die erwartungsvollen Blicke seiner Mitschüler auf sich ruhen. Wie lange hält er diesem Druck stand? Wann beginnt er mit Gesten auf diesen Druck zu reagieren? 

Drei Jungs demonstrieren eine schwierige Übung zu Koordination und Rhythmik. Ohne Absprachen zu treffen darf immer nur einer mit Gesicht zum Publikum stehen. Wer dreht sich? Und wann? Jetzt beginnen sie zu sprechen. Über Sport und das Frühstück. Jeder spontan seine eigene Geschichte – immer nur wenn er sein Gesicht zeigen darf.

„Die Welt ist voller Erwartungen. Wenn ich die Bühne betrete, erwarten die Menschen, dass ich sie zum Lachen bringe“, weiß Shub und Tobias kann dies nachfühlen. Dennoch: „Eine wundervolle Erfahrung für den, der auf dem Stuhl sitzt. Nichts zu tun und dafür Applaus zu bekommen“, lächelt Shub gelassen. Er verdeutlicht den Sinn des Ganzen: Nur wer wisse, wie er ernst und normal ist, könne komisch sein.

Lauter Jubel als Bürgermeister Günter Ensle den gesamten Workshop zur Vorstellung von Peter Shub am nächsten Abend einlädt. Sie setzen dem Gemeindeoberhaupt den typischen Shubhut auf und bedanken sich auf die erlernte Weise.

„Ich bin begeistert, wie die Schüler nach einem langen Tag so atemlos still dasitzen“, bedankt sich Rektor Werner Haas abschließend bei Peter Shub. Noch etwas dürften die Schüler nebenbei gelernt haben: „Der Tag brachte viel für das Fach Englisch“, ist Lehrer Johannes Kühnert überzeugt.

Von dem Workshop-Angebot des Peter Shub machen gerne Geschäftsleute und Manager Gebrauch. Der Meister lässt erkennen, wie sehr er die Arbeit mit den Hüttlinger Schülern genossen hat: „Ich komme jederzeit gerne wieder“, sagt er bei seinem Abschied aus Hüttlingen. Schließlich hat er hier jugendliche Fans gewonnen, die diesen Tag mit ihm so schnell nicht vergessen werden.