Bürgermeister Günter Ensle nahm die Ehrungen vor.
Helmut Ebert
„Ein Kommunalpolitiker ist seinen Wählern gegenüber sehr viel unmittelbarer verantwortlich und wird häufig viel kritischer und als Einzelpersönlichkeit von seinen Wählerinnen und Wählern wahrgenommen als dies bei der überwiegenden Anzahl der Bundestags- oder Landtagsabgeordneten der Fall ist,“ so der Bürgermeister. Die Bürgerinnen und Bürger wüssten, wer im Gemeinderat sitzt und kennen die Gewählten sehr genau. Für die Arbeit im kommunalen Entscheidungsgremium sei man nicht nur auf Persönlichkeiten angewiesen, die Verantwortung übernehmen, vielmehr erfordere die konstruktive Mitarbeit auch den Mut zu unpopulären Entscheidungen.
„Dieser Verantwortung sind Sie, lieber Herr Ebert, im Laufe ihrer 25jährigen Tätigkeit im Ratsgremium unserer Gemeinde stets gerecht geworden. Sie haben mit Ihrem Wirken wesentlich dazu beigetragen, dass in der Kommunalpolitik wichtige Ziele über Jahre hinweg kontinuierlich verfolgt wurden und zum richtigen Zeitpunkt in Angriff genommen worden sind.“ In geradezu idealer Weise treffe auf ihn das Wort von Franz Kafka zu, der empfohlen hat: „Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis – vielleicht ist keins da.“ Und weiter: „Aus dieser Einstellung lässt sich auch erklären, wie sie immer wieder einen Ausweg auch aus einer scheinbar ausweglosen Situation gefunden haben.
Stets mit offenem Visier zu kämpfen, war Ihnen ein Grundanliegen. Sie haben stets Farbe bekannt und mit Geradlinigkeit und der heute häufig beschworenen „Ehrlichkeit“ Politik gemacht. Darin sehe ich letztendlich den Grund für das Vertrauen, das Ihnen die Wähler bei 6 Wahlen in ununterbrochener Folge entgegengebracht haben.
Sie sind nicht nur seit 25 Jahren im Gemeinderat tätig und damit das dienstälteste Mitglied. Sie sind auch seit 10 Jahren 2. Stellvertreter des Bürgermeisters und haben dieses Amt in uneigennütziger Weise hervorragend ausgefüllt. Ich freue mich deshalb sehr, Sie heute im Auftrag des Gemeindetags Baden-Württemberg für 25jährige Tätigkeit im Gemeinderat Hüttlingen auszeichnen zu dürfen.“
Generos Jörg
Seit 20 Jahren ist Generos Jörg Mitglied des Gemeinderates. Damit hat er in beispielhafter Weise bürgerschaftliches Engagement zum Wohle unserer Gemeinde bewiesen.
Wenn man die letzten 20 Jahre Revue passieren lässt, dann könne man ohne Zweifel feststellen, dass sich die Gemeinde Hüttlingen in dieser Zeit enorm entwickelt hat.
Die Einwohnerzahl erhöhte sich von 5.000 auf nunmehr 5.800 Einwohner. Während seiner Tätigkeit als Gemeinderat wurden in Hüttlingen weit über 600 Wohnungen erstellt.
Diese beiden Zahlen zeigen, welch gute Entwicklung Hüttlingen in den vergangenen Jahren erlebt hat. Beide Faktoren sind mit auf die ausgezeichnete Lage in Ostwürttemberg aber vor allem auch auf eine weitsichtige und sachliche Kommunalpolitik zurückzuführen.
Der Bürgermeister wandte sich direkt an Generos Jörg: „Sie haben Ihren Wählerauftrag stets sehr ernst genommen und sind insbesondere als qualifizierter Fachmann bei Tief- und Hochbau ein hervorragender Ratgeber und stets ein gefragter Ansprechpartner im Gremium. Ihr großer Erfahrungsschatz und ihr ausgleichendes Wesen hat uns bei mancher strittiger Entscheidung sehr geholfen.“ Stets habe er ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger gehabt und insbesondere bei Angelegenheiten im Bereich des Sports habe er sich äußerst sachverständig eingesetzt. Und weiter: „Ihre große Stärke ist ihr knitzer und hintergründiger Humor, der sie immer wieder befähigt, auch so genannte „große Politik“ auf ein menschlich erträgliches Maß zu reduzieren. Ihr profundes Wissen über alle Angelegenheiten der Gemeinde zeichnen sie aus. Bürgernähe war Ihnen immer schon ein zentrales Anliegen. Sie wussten stets genau wo die Bürger der Schuh drückt und wo anzusetzen war.“
Die Gemeinde könne froh sein, ihn als wichtigen Eckpfeiler im Gemeinderat zu haben und auf ihn als „Hüttlinger Urgestein“ auch weiter zählen zu dürfen.
