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Nikolausfeier beim Gemeinderat 2015

In Hüttlingen in diesem Jahr.
ein extrem heißer Sommer war,
nicht nur der großen Hitze wegen,
auch wegen der Straßen und den Wegen,
die gesperrt und aufgerissen,
oft umgeleitet werden müssen.
Wer über den Dorfplatz wollt‘ gelangen,
war oft in Absperrung gefangen.


Die Bundesstraße ins Kochertal
war eine Sackgass‘ temporal.
Der Weg nach Abtsgmünd war ein Problem,
die Umleitung nicht angenehm.
Für Leute in der Hohen Straße,
ein Ärgernis in hohem Maße.
Es wälzte sich dort der Verkehr
slalomfahrend hin und her.
Busse und LKWs blieben mit Schrecken
oft zwischen den Straßenbäumen stecken,
die, jeder konnt‘ es deutlich sehn,
buchstäblich dort im Wege stehn.
Und zu allem Überdruss
der Bauhof just jetzt kommen muss,
um Schachtdeckel dort anzuheben,
ein weiteres Ärgernis für jeden.


Im Oktober war’s soweit,
das Forum wurde eingeweiht.
Der neue Kreisel gleich daneben,
für den Verkehr ward freigegeben,
nicht mit einem Feuerwerk,
wie Ensle sich‘s hat vorgestellt.
Im Forum wurde dann stattdessen
die Kreiseltorte aufgegessen.
Mit Messern ihr zuleibe rückten
Prominente, die sie dann verdrückten.
Zum Festakt waren eingeladen,
die am Bau beteiligt waren,
Nachbarn und Gemeindeväter
Firmen und die Volksvertreter.
Die hohen Gäste schritten dann
auf rotem Teppich zum Eingang,
normalerweise eine Ehre,
wenn nicht der Grund ein andrer wäre.
Mit dem Teppich war bezweckt,
dass der Bauschutt zugedeckt.
Bei der Eröffnung wirkten mit,
der Liederkranz und die Musik.
Die Sänger sangen wirklich schön,
mussten gleich dann wieder gehen,
weil sonst draußen im Foyer
nicht gereicht hätt‘ das Buffet.
Ensle begrüßte nun zum Feste
sichtlich stolz die Ehrengäste.
Planer und die Architekten
interessant den Plan auslegten.
Schließlich haben sie zu zweit,
aus einem Laugenbrezelteig,
den Forumschlüssel übergeben.
Dann sprach der Pfarrer seinen Segen.
Der Landrat redet, lobt dabei,
das Forum, fazanoble sei,
gibt Ensle ein Zertifikat,
weil er keinen Barscheck hat.
Mit diesem Papier sei garantiert,
dass der Ostalbkreis spendiert
für’s Forum eine sechstel Million.
Ich hoffe, diese hat man schon?
Am Ende der Einweihungsfeier
gab noch Viktor Rettenmaier
einen historischen Bericht.
Er trug ihn vor als ein Gedicht
Wie’s damals war, sehr interessant,
als der Farrenstall noch stand.
Er pries das Forum und lud ein
es soll ein Haus für alle sein.

Als man das Forum eingeweiht,
war das Parkhaus nicht soweit.
So haben erst 4 Wochen später
der Schultes, die Bau-und die Volksvertreter
In feierlichem Öffnungsakt
das Bändele 11 fach abgezwackt.
Das Parkhaus ist, so tat man hoffen,
nun für alle Parker offen,
und vorbei die Parkplatznot.
Doch die Ampeln blieben rot
und die Schranken weiter zu,
am Tag der offenen Tür dazu.
So blieb es, bis nach 14 Tagen
Bürger nach im Rathaus fragen,
wann man endlich parken kann.
Vom Herrn Bolz erfuhr man dann,
dass im Rathaus niemand wisse,
wie sich die Schranke öffnen ließe.
Doch der Parkscheinautomat
war zum  kassieren schon parat.
Versprochen war, das Parkhaus sei
schranken-  und gebührenfrei.
Doch nun alle blechen sollen,
die im Parkhaus parken wollen.

Hüttlingens Mitte ist jetzt Spitze,
seit neu gepflastert ist die Pfitze.
Vom Kreisel man jetzt fahren kann
zum neuen Biergarten im Lamm,
am Bankenviertel recht vorbei,
zum Schmuckgeschäft und Bäckerei,
zum Studio der Fußpilzpflege,
zum Doktor und zur Apotheke.
Überall jetzt neues Pflaster
mit schmaler Fahrbahn, nicht für Laster,
sie nur für Rollatoren sei,
schwarz geteert und fugenfrei,
breit genug, dass Rollatoren
bequem sich können überholen.
Den Kreisel kann man an vier Seiten
auf Zebrastreifen überschreiten
das hat die Kreissparkass‘ bewogen,
dass sie jetzt ist umgezogen.
Einen Zebrastreifen wollte sie
zu der Volksbank visavis.
So ist bequem der Geldtransfer
im Bankenviertel hin und her.

Von Starkstromtrassen bleibt verschont
unser Dorf, s hat sich gelohnt,
dass die BI erkämpft‘ am Ende
eine Energien Wende.
Ihr sei Dank dafür gesagt,
weil gutachterlich sie bewiesen hat,
dass die geplante Starkstromtrasse
unsinnig war in hohem Maße.
Somit werden neue Masten
das Umspannwerk auch nicht  belasten.
Im Gegenteil, s wird eventuell,
jetzt leiser um 10 Dezibel.
Dann hören nicht mehr unsere Ohren,
das Brummen der Transformatoren.
So wäre Ensles Vision
vom Lärmschutzwall erledigt schon.
Dass man das Umspannwerk nicht sieht,
wird es bepflanzt als Waldgebiet.
Dann wird gut getarnt darin,
berichten die Räte Wanner und Grimm,
ein Kompetenz Zentrum entstehn,
um zu forschen und zu sehn,
wie man Strom auch speichern kann.
Die TH Aalen packt mit an,
auch unsre beiden Volksvertreter
Winfried Mack und Kiesewetter.
Man forscht mit großer Kompetenz
nach Technik höchster Effizienz.
Das wär‘ ein Pumpenspeicherwerk
vom Kocher zum Sulzdorfer Berg.
Aus aller Welt zieht Hüttlingen dann
Strom- Speichertechnologen an.
Und der Gemeinderat mit Glück,
kriegt den Nobelpreis für Physik.

Die Gemeinderäte von Abtsgmünd
nach Hüttlingen gekommen sind,
sich kommunalpolitisch auszutauschen,
und um zu sehen und zu lauschen,
was Ensle und Gemeinderat
in Hüttlingen zu bieten hat.
Bei SHW um fünf begann
das Besichtigungsprogramm.
Nach dem sie den Betrieb mit Kindergarten
ausführlich besichtigt hatten,
kam das Gewerbegebiet, so war der Plan
in der Bolzensteige dran.
Als sie sich auf den Weg gemacht,
stellt Ensle fest, es wird schon Nacht,
beschloss für sich „wir lassen das“,
denn man sieht ja kaum noch was.
Gehen wir gleich ins Baugebiet,
im Hohen Feld man besser sieht.
Unterwegs da fällt ihm ein
dort wird’s wohl auch schon dunkel sein.
Er ändert dann spontan den Plan
wir schauen jetzt das Forum an.
Stolz führt er seine Gäste schnell
ins neue Forum, da war‘s hell.
Da hat‘s den Gästen gut gefallen,
der gute Imbiss dort vor allem.
Die Gäste gingen heim zufrieden,
denn Ensle konnte ihnen bieten,
wie es in Hüttlingen wird Nacht,
ansonsten hat‘s nicht viel gebracht.
Ich muss den Bürgermeister fragen,
warum er so spät eingeladen.
Vielleicht hat er auch nur gemeint,
dass die Sonne länger scheint,
oder war es ein Kalkül
dass er nicht alles zeigen will ?
Ihm zukünftig geraten ist,
zeig Hüttlingen in bestem Licht.

Das Baugebiet im Hochfeld war
ein Großprojekt in diesem Jahr.
Ensle lobt‘s im höchsten Ton,
das schönste sei’s der Region.
Im Süden kann man’s Remstal sehn,
drei Kaiserberge noch erspähn.
Im Norden schützt ein kleiner Weiler
vor Gefahr aus Richtung Neuler.
Im Westen als Fort ein Schafstall wacht,
das die Siedlung sicher macht.
Droht Gefahr vom Kochertal
geben Hunde ein Signal.
Im Osten steht ganz dominant,
eine hohe Bretterwand.
Sie wirkt von fern auf den Beschauer,
als wär noch da die Teufelsmauer.
Doch haben Lärmschutz- Baustrategen
ne neue Richtung ihr gegeben,
der Limes heißt nun Lärmschutzwall,
trennt Hochfeld  jetzt vom Wasserstall,
wird vor Krach und Lärm die schonen,
die hinter der Bretterwand bald wohnen.

Fünf Jahre lang war‘s nach Mitternacht
in den Straßen finstre Nacht,
hat Strom gespart durch Nachtabsenkung,
auf Kosten einer Sichtbeschränkung.
Weil die CDU das störte,
sie auf den Wunsch der Bürger hörte,
beantragte sie im Rat deswegen,
die Nachtabsenkung aufzuheben.
Sie fordert einen Masterplan
Die Straßenlampen bleiben an,
weil sie ohne Nachtabschalten
laut Harsch-Bauer länger halten.
Die CDU hat sich durchgesetzt,
drum nennt die Fraktion sich jetzt,
indem man setzt ein Wort dazu,
Nachtaktive Bürger CDU.

In den letzten Sitzungsstunden
befasste sich der Rat mit Hunden.
Aktiver Bürger Joachim Grimm
findet es besonders schlimm,
dass Hunde frei im Dorf rum laufen
und hinterlassen ihre Haufen.
Er stellt den Antrag, dass ein jeder
Hund, entfernt vom Dorfrand 100 Meter
an der Leine gehen muss,
dem Hundeführer eng bei Fuß.
Die Bürgerliste war dagegen,
der Polizeiverordnung wegen.
Es wurde nicht lang debattiert,
dann für den Antrag Grimm votiert.
Weil Ede eine Auszeit nimmt,
wurde die BL überstimmt.
Der Schultes, der war gar nicht froh
sagt, sowas gibt es nirgendwo.
Dies sei für das Dorf auf jeden Fall
ein Alleinstellungsmerkmal.
Problem ist nun das Kontrollieren,
die Anleingrenze zu markieren,
damit es auch die Hunde wissen,
wenn Herrchen an die Leine müssen.
Im Anleinungverletzungsfall
braucht man Ahndungspersonal.
Man sucht nun Damen mit Interesse
an einer Hundepolitesse.


                         Viktor Rettenmaier

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