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Aktuelles

Stellungnahme der Gemeinde Hüttlingen zu P 304, M 514: Netzverstärkung zwischen Kupferzell und Goldshöfe


Der Gemeinderat Hüttlingen hat sich in seiner Sitzung am 22.2.2017 mit der projektierten Maßnahme P 304, M 514: Netzverstärkung zwischen Kupferzell und Goldshöfe befasst.

Bei dieser Maßnahme handelt es sich um eine weitere 380 kV-Leitung quer durch den Ostalbkreis bis nach Hüttlingen. Noch im Herbst 2015 haben die Vertreter von Transnet bei einer öffentlichen Veranstaltung im Hüttlinger Forum ausdrücklich auf Nachfrage betont, dass im Bereich Hüttlingen keine weiteren Neubaumaßnahmen oder Verstärkungen im Höchstspannungsbereich geplant wären. Diese Aussage hat die Bevölkerung sehr begrüßt. Mit Überraschung muss nun der Gemeinderat zur Kenntnis nehmen, dass Transnet nicht Wort gehalten hat.  Knapp 2 Jahre später ist das Gremium durch die beabsichtigte Planung einer Netzverstärkung überrascht worden. Das Gremium hat nicht umhin können, seine Verwunderung über die Versprechungen der Transnet und der Tatsache, dass nunmehr eine Netzverstärkung geplant ist, zum Ausdruck zu bringen.

Der Gemeinderat fordert eine Notwendigkeitsberechnung für die projektierte Netzverstärkung und zwar im Hinblick auf das Land Baden-Württemberg bzw. für die Ostalb. Keinesfalls darf unser Raum, der ohnehin schon durch Leitungen „gesegnet“ ist, durch eine weitere nicht notwendige Leitung beeinträchtigt werden.

Die Bevölkerung von Hüttlingen unterstützt ausdrücklich die Energiewende.
Diese muss jedoch gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet werden und nicht gegen sie. Jedes Land, jede Region und jeder Bürger muss seinen Anteil leisten.

Hüttlingen und die umliegenden Gemeinden leisten bereits einen großen Beitrag zur Energiewende. Der Ostalbkreis ist Vorreiter beim Windradbau, neue 110 kV-Leitungen sind notwendig und mit dem Ausbau und der Erweiterung des Umspannwerkes Goldshöfe direkt am Ortsrand von Hüttlingen sowie durch zahlreiche 380 kV-Leitungen ist die Entwicklung Hüttlingens schon jetzt beeinträchtigt.

Die Leitung widerspricht zudem der angestrebten Umsetzung der Energiewende, nämlich der Erzeugung des Stroms vor Ort und dem Verbrauch des Alternativstromes ebenfalls vor Ort. Die Erweiterung des bestehenden Höchstspannungsnetzes durch ein weiteres Großprojekt widerspricht unseres Erachtens den Zielen der Energiewende.



Günter Ensle
Bürgermeister



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