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Besuch in Cotignola Ende Mai 2013 zum Palio di Alberico . Die Teilnehmer erlebten 4 abwechslungsreiche Tage mit vielen Begegnungen und mediterranen Eindrücken.

Besuche in Cotignola

Im Sitzungssaal des Rathauses

Ein herzliches „benvenuti“ für die Hüttlinger Delegation

HÜTTLINGEN/COTIGNOLA (vo) - „Für uns ist die Partnerschaft sehr wichtig, weil wir uns als Bürger Europas fühlen“ – so wurde die
60-köpfige Hüttlinger Delegation nach zehnstündiger Fahrt in der Emilia Romagna herzlich und mit großer Wärme willkommen geheißen. Die Partnerschaft trage zu einer Bereicherung der Beziehungen der beiden Gemeinden und der Regionen bei, sind sich die beiden Bürgermeister Pezzi und Ensle einig.


Hier werden sich die Hüttlinger Freunde während des Weinfestes genauso wohlfühlen, wie sie das beim ersten Besuch am Kocher bei den Muffigelfesttagen erlebten, versprach Bürgermeister Antonio Pezzi seinen Gästen und stellte nicht nur seine Gemeinde, sondern auch die Vertreter von Gemeinderat, Institutionen und Vereinen vor.
Bürgermeister Günter Ensle bedankte sich auf italienisch für die herzliche Aufnahme. Man habe drei große Gemeinsamkeiten, nämlich die römische Vergangenheit, wo der Limes die Römer vor den Barbaren schützte, drei Ortsteile und sympathische Bürger. Er sei sich sicher, dass die in Hüttlingen geschlossenen Freundschaften jetzt noch vertieft werden.

Dem Willkommenstrunk und der Überreichung von Gastgeschenken schloss sich ein kleines Konzert des Musikvereins auf der Piazza Vittorio Emanuele und ein gemeinsames Abendessen mit Spezialitäten aus der Emilia Romagna an.

Die beiden Gemeinden sind sich viel näher gekommen
HÜTTLINGEN/COTIGNOLA (vo) – Bei der Ankunft der 60-köpfigen Delegation vor dem Rathaus applaudieren viele Bürger, winken den Insassen des Doppelstockbusses zu und begrüßen die Vertreter von Gemeinderat, Vereinen und Institutionen mit großer Herzlichkeit – ein Zeichen dafür, dass sich die beiden Gemeinden und deren Bürger schon sehr nahe gekommen sind.
Diese Herzlichkeit ist an allen drei Tagen zu spüren, welche den Abordnungen von zahlreichen Vereinen, den Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung entgegengebracht werden, schlägt sich nieder bei den gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten, wo man sich in bunt gemischter Sitzordnung und nach vorangegangenem Italienisch-Schnellkurs bestens versteht. Sie zeigt sich ferner am Besuchsprogramm, welches in die nahe und geschichtsträchtige Provinzhauptstadt Ravenna mit dem Grabmal Theoderichs und in die mosaikgeschmückten Kirchen der Stadt am Rande des Apeninns, aber auch zu den Sehenswürdigkeiten der im Krieg stark zerstörten Partnergemeinde führt.

Kath. Kirche S. Stefano in Cotignola

In Erinnerung an den Besuch der italienischen Abordnung im Juli diesen Jahres sind die Säulen der Kolonnaden an der Piazza mit vielen Bildern von diesem denkwürdigen ersten Austausch geschmückt.

Dort spielt sich das Leben der 7.000-Seelen-Gemeinde ganz in der Nähe von Imola ab und schnell gewöhnen sich die Hüttlinger daran, vor den kleinen Cafes und Bars das Flair und die italienische Lebensart ebenso zu genießen, wie das die Bewohner Cotignolas tun.


„insalata mista“
HÜTTLINGEN/COTIGNOLA (vo) – Don Tiziano Zoli, seines Zeichens Geistlicher von Cotignola, überschrieb den sonntäglichen Gottesdienst mit den Worten: “Wir sind alle hier zu Hause.“ Tatkräftig unterstützt wurde er durch in deutsch vorgetragene Fürbitten und nicht zuletzt durch den mit Beifall aufgenommenen Gesang von Hedwig Glaser-Schimmel. Bereits am 22. April möchte der Albano Power ähnelnde Geistliche auf der Rückfahrt von Herford in Hüttlingen zu einem Gottesdienst Station machen.

Kirche des Hl. Vitalis in Ravenna (Weltkulturerbe)

Die Gruppe „Akropolis“ wäre ein idealer Ansprechpartner für den TSV. Beim sams-täglichen Bankett vor dem alten Bahnhof zeigten sich die Turnerinnen, Tänzerinnen und Akrobatinnen mit tollen Leistungen von ihrer allerbesten Seite. Und vor allem „Monica“ bestach durch ihre außergewöhn-lichen gesanglichen Fähigkeiten.

Vertreter fast aller Hüttlinger Vereine, des Gewerbe- und Handelsvereins, von Schule und Kirchengemeinde vervollständigten zu-sammen mit 16 Aktiven des Musikvereins die offizielle Delegation. Bei einem Besuch im Schulzentrum Cotignolas knüpfte Konrektor Hans-Joachim Eisert vielversprechende Kontakte für das kommende Schuljahr.

Nicht ganz so begeistert zeigten sich die Cotignolaner von Brezeln und Bier. Der von Bäckermeister Karlheinz Stollenmeier stets mit frischem Nachschub beschickte Hüttlinger Stand war nur mäßig besucht. Verständlich, denn welcher Weintrinker – und davon gibt es in der Emilia Romagna bekanntlich viele – steigt schon gerne um? Die Hüttlinger hingegen nutzten eifrig die Gelegenheit, sich am Brunnen ihre Becher immer wieder mit dem süffigen Rotwein füllen zu lassen.

Auf einer „topfebenen“ Gesamtfläche von 135 Quadratkilometer 7.000 Einwohner, 19 Meter über dem nur 35 Kilometer entfernten Meer, 20 Kilometer von Ravenna oder der Rennstrecke von Imola und etwa ebenso weit von den Ausläufern des Apennins entfernt, das sind die nüchternen Daten von Cotignola. 

Ein tragisches Missverständnis führte während der letzten Kriegstage im Jahre 1945 zur fast vollständigen Zerstörung Cotignolas. Weil die nach Norden vorrückenden Engländer einige wenige deutsche Soldaten mit einem ganzen Bataillon verwechselten, wurde der Ort zu nahezu 90 Prozent zerstört. Eine Ausstellung in der Chiesa del Pio Suffragio zeigte davon eindrucksvolle und erschütternde Bilder.

pasta, pasta ...

Natürlich Pasta, aber auch Schafschmorbra-ten, Cappelletti, Tagliatelle und Hammel-fleisch – die Liste der den Hüttlingern vorge-setzten Speisen ließe sich noch verlängern. Aber auch in flüssiger Form hatten die Cotignolaner mit „Trebbiani di Romagna“, „Cagnina“ oder „Sangiovese di Romagna“ einiges zu bieten.

Ein gewaltiges Pensum hatte das mitgereiste Ellwanger Ehepaar Langer bei dieser Partner-schaftsfeier zu erledigen. Ihre Übersetzungs-kunst war nicht nur bei den offiziellen Reden und Empfängen, sondern auch bei manchen „kleineren Problemchen“ gefragt.

Ein großes Schild weist künftig an den Ortseingängen von Cotignola auf die Verbindung zu Hüttlingen hin. Das erste Exemplar wurde am Samstagabend auf der Piazza von den beiden Bürgermeistern feierlich enthüllt.

HÜTTLINGEN/COTIGNOLA (vo) – „Wir kommen wieder”, versprach Cotignolas Bürgermeister Antonio Pezzi bei der Verabschiedung der Hüttlinger Delegation und überreichte „meinem Freunde Gunter“ eine Schürze mit dem WM-Pokal, womit er darauf anspielte, dass ihm Ensle in Hüttlingen ein Handtuch überreicht hatte, um bei der WM-Niederlage die Tränen abtrocknen zu können.
Ensle bedankte sich seinerseits für die großartige Gastfreundschaft. Man habe sich in Cotignola sehr wohl gefühlt. Mit einem Hoch auf die „Gemellaggio“ und einem vom Musikverein kräftig unterstützten „Auf Wiedersehen“, mit Winken, Händeschütteln und Schulterklopfen wurden die Hüttlinger auf der Piazza Vittorio Emanuele emotionsgeladen verabschiedet.

Weitere Bilder ...

Enthüllung des Ortsnamensschildes
Hüttlinger Fahne als Geschenk
Perfekte Gastgeber (Bürgermeister Antonio Pezzi mit Vertreterinnen des Chorale Alea)
Hedwig Glaser-Schimmel und Matthias Schimmel
Platzkonzert des Musikvereins
Ein Prosit auf Hüttlingen
Wein, Wein und nochmals Wein ...
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